Schneeschuh­wandern bei Zürich ums Eck

In nur 1 h zum schönsten Schneeschuhtrail

Schneeschuhwandern nahe Zürich

Flucht aus dem WG-Trott

Das WG-Leben ist lustig, bis man ins Home-Office muss. Zusammen frühstücken, die Calls der anderen mithören, gemeinsam Mittagessen, entdecken, dass der Kaffee alle ist, sich im Zimmer bei der dritten Staffel Fargo verkriechen und davon träumen, nur einen Tag auszubrechen – ohne gross zu packen, ohne jeglichen Plan.

Schneeschuhwandern unweit von Zürich

Genau das durchleben Johanna und Leonie seit einigen Monaten. Als Leonie eines Abends gedankenverloren durch die Landschaftsfotos in ihrem Insta-Feed scrollen, kommt ihr die Idee. Ihre Eltern leben in Flums, wo sich auch der Flumser Kleinberg befindet. Ein Winterort der besonderen Art. Kindheitserinnerungen werden wach. Der Plan steht: Schneeschuhwandern unweit von Zürich soll es sein.

Schneeschuhwanderung mit Fondue

Mehr als Skihose und Winterschuhe hat deren Kleiderschrank ohnehin nicht zu bieten. Das trifft sich gut mit ihrer geplanten Schneeschuhwanderung mit Fondue im Anschluss. Schneeschuhe und Stöcke können vor Ort gemietet werden, mehr brauchen sie nicht.

Schneeschuhtrails auf 1'500 Meter

Nach einer knappen Stunde kommen sie in Flums an. Jetzt wird es richtig spannend. Zum Schneeschuhtrail bringt sie nämlich eine Seilbahn, die sie selbst bedienen müssen. Sie verbindet das Schneeschuhparadies auf 1'500 Meter mit dem Flumser Kleinberg und bringt die Gäste direkt zum gleichnamigen Berghotel Schönhalden. Die Aussicht bei der Bergstation schreit nur danach, an Ort und Stelle das Gesicht in die Sonne zu halten und dabei genüsslich einen Kaffee zu schlürfen. Dazu haben sie aber noch früh genug Gelegenheit: die Schneeschuhwanderung mit Fondue als Krönung.

Nichts einfacher als Schneeschuhwandern

Sie schnallen sich die gemieteten Schneeschuhe um und brechen auf. Lange versucht sich Leonie zu erinnern, an welchen Disney-Film sie diese zauberhafte Schneelandschaft erinnert. Bis sie bemerkt, wie federleicht sie über den Schnee gleitet. Schon nach wenigen Versuchen hatte sie den Dreh draus, um komfortabel durch den Pulverschnee zu schreiten.

Schneeschuhtrail im Nirgendwo

«Hast du dir unsere Flucht aus dem Alltag so vorgestellt?», will Johanna von ihrer Mitbewohnerin wissen. «Auf gar keinen Fall», antwortet Leonie. «Schönhalden hat meine Erwartungen übertroffen.» Sie hatte völlig vergessen, welche Idylle sich unweit von ihrer WG befindet und wie schnell sie doch dort sein könnte. Die Mitbewohnerinnen schweigen und realisieren erst jetzt, wie sich echte Stille anfühlt. Kein Baustellenlärm, kein Auto-Brummen, kein Spotify im Hintergrund, keine Menschenmassen – wann gab es das zum letzten Mal?

Vom Schneeschuhwandern ins Fondue

Nach gut drei Stunden kehren Leonie und Johanna zum Berghotel Schönhalten zurück, wo ein hausgemachtes Fondue und die spektakuläre Sicht auf die Churfirsten auf sie warten. Jetzt fühlt sich alles richtig an. Die Calls, die jeweils aus dem Nebenzimmer zu hören waren, bieten reichlich unterhaltenden Gesprächsstoff. Und Fargo? Nach diesem Tag wollen sie eigentlich gar nicht mehr der Realität entfliehen. Aber was macht schon eine Episode vor dem Schlafengehen?