Gutes Klima für edle Tropfen

Weingut Portaser in Pfäfers

Weingut Portaser in Pfäfers

Höhe und Mikroklima

Ihre Rebberge liegen teilweise auf über 700 Meter über Meer. Das ist ungewöhnlich hoch für den Weinbau in der Ostschweiz. Beim Pfäferser Portaser der Familie Schwitter spielt gutes Mikroklima eine tragende Rolle – sowohl geografisch als auch familiär.

Mitten durch den Weinberg führt die alte römische Handelsstrasse, deren Durchgang als „Porta Romana“ bezeichnet wird. Sie hat dem „Portaser“ den Namen gegeben und ist heute ein beliebter Wanderweg.

Schon vor Jahrhunderten zum Weinbau genutzt

Der Weinbau im „höchsten Rebberg der Ostschweiz“ ist möglich dank eines günstigen Mikroklimas: Unzählige Felsblöcke schützen vor Wind und speichern die Sonnenwärme. Das entdeckten und nutzten die Menschen schon vor Jahrhunderten. Die Familie Schwitter lässt ihre Ernte im Weingut Gonzen in Sargans, in der Weinkellerei Haubensak in Altstätten und im Scadenagut in Malans keltern.

In Pfäfers wurzeln die Weinstöcke in ausgesprochen kalkhaltigem Boden. Dieser gilt als ideale Grundlage für vollmundige, vielschichtige Weine. Nicht nur das Klima stimmt hier, sondern auch die Chemie.

Käsekeller im Weingut Portaser
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Die Familie hilft mit

Die Familie ist eine stabile Säule des Burghofs. Neben Tochter Sonja hilft auch die erweiterte Familie mit, wenn es starke Arme und geschickte Hände braucht, zum Beispiel beim Heuen oder beim Wimmet. Als Dank gibt es am Ende des Jahres jeweils für alle ein grosses Stück saftiges Fleisch vom Hof.

Denn die Familie Schwitter baut nicht nur Reben an, sie betreibt vor allem Viehwirtschaft. In ihrem Stall, auf ihren Weiden und auf der Alp ziehen die Schwitters für drei Milchbetriebe Rinder auf. Sie mästen zudem Kälber und liefern hochwertiges regionales Kalbfleisch an die Migros. Und weil es so gut zum Wein passt, lassen sie aus der Milch ihrer 20 bis 25 Milchkühe auf den Taminataler Alpen Käse herstellen. Im Schwitterschen Hofladen finden sich daher neben den Weinen auch Alpkäse sowie Butter, Trockenfleisch, Obst, Konfitüre, Eingemachtes und Spirituosen.

Weingut Portaser - ein Familienbetrieb
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13 Tiere sind vermietet

Von ihren 120 Tieren sind 13 vermietet. Die Kuhmieterinnen und Kuhmieter (sie stammen „aus der halben Schweiz“) bezahlen 600 Franken für die Sömmerung auf der Alp und leisten einen Arbeitstag. Dafür bekommen sie jährlich 60 Kilo Käse, 5 Kilo Butter und ein Bauernhof-Erlebnis. Den Käse lagern Robert, Elvira und Markus Schwitter in ihrem Käsekeller. Die Mieterschaft darf jederzeit vorbeikommen und sich eine Scheibe von ihrem Käsekontingent abschneiden. Bei dieser Gelegenheit nehmen sie dann häufig auch gleich eine Flasche Portaser oder ein Stück Fleisch mit nach Hause.

„Die Viehwirtschaft ist unser Hauptbetriebszweig - der Weinbau war anfangs nur ein ausgedehntes Hobby meines Mannes“, sagt Elvira Schwitter und lacht. „Heute ist er natürlich viel mehr als das.“

Artgerechte Haltung am Weingut Portaser
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Ausblick

Sohn Markus wird den Betrieb übernehmen: 2018 hat Markus Schwitter die Zweitausbildung zum Landwirt abgeschlossen und macht zurzeit die Betriebsleiterschule. Aushilfsweise kann er in seinem ersten Beruf als Forstwart arbeiten.